Donnerstag, 15. Dezember 2016

Wie ich auf Idee kam künftig Müll und Plastik weitestgehend zu vermeiden!

Hallo liebe Leserinnen und Leser!

Wie fange ich am besten an?

Hm, um ehrlich zu sein, einen konkreten Auslöser im Sinne von: "Ab heute verbanne ich jegliches Plastik aus meinem Haushalt und verursache auch so gut wie keinen Müll mehr!" gab es gar nicht. Zumindest nicht, dass ich mich erinnern würde. Allerdings ist mir in den letzten Monaten durch verschiedene Medienberichte, Filme und Postings von Freunden auf Facebook etc. bewusst geworden, wie schädlich Plastik und vor allem natürlich Plastikmüll, eigentlich ist.

Und dann bin ich einmal bewusst, quasi "mit offenen Augen" in einen Biosupermarkt gegangen. Noch nichtmal zu Real! oder Aldi, sondern zu unserem Denn's hier im Ort. Das Ergebnis war erschütternd!

Klar, Obst und Gemüse waren weitestgehend lose und unverpackt zu bekommen, aber alles Andere, von Nudeln über Müsli, von Keksen bis zu Kosmetik und anderen Drogerieartikeln, fast alles war nur in Plastikverpackungen vorhanden. Vor allem in der Kühlabteilung.

Nun könnte man natürlich vermuten, dass mich das eher von der Mission "Plastik und Müll vermeiden" abgeschreckt hat - doch weit gefehlt! Irgendwie hat dieses Erlebnis meinen Ehrgeiz geweckt und seitdem bemühe ich mich massiv viel bewusster einzukaufen.

Konkret heißt das:


  • Getränke werden nur noch in Glasflaschen gekauft, oder vor der Abfahrt zur Arbeit etc. Zuhause zusammengemixt. Im Denn's oder Alnatura-Supermarkt gibt es zum Beispiel von Völkel sehr leckere Sirups mit denen man tolle Limo-Alternativen mischen kann. 
  • Bei Lebensmitteln versuche ich so gut es geht (Plastik-)Müll zu vermeiden, zum Beispiel indem ich Sachen wie Rotkohl, Sauerkraut oder Veggie-Würstchen nur noch im Glas kaufe.
  • Vor allem im Bad werden die meisten Sachen aus Plastik durch umweltfreundlichere Alternativen ersetzt. Dies gilt insbesondere für Zahnpflege-Produkte (Bambus-Zahnbüsten sind super und auch an Zahnputztabletten (die 1. Bestellung kam noch im Glasfläschchen, die Nächsten werden im Nachfüllpack bestellt), gewöhnt man sich schnell!)), Duschgel und Shampoo.  Vor allem der Verzicht auf Duschgel zugunsten von Seife fällt mir überhaupt nicht schwer, da ich festgestellt habe, dass diese meiner Haut richtig guttut. Sie fühlt sich viel weicher an, sogar ohne eincremen.
  • Toilettenpapier wird künftig nur noch unverpackt gekauft. Im Internet gibt es tolle Anbieter, die es in größeren Mengen verkaufen, so dass das auch mit dem Liefern lassen in Ordnung geht. 


  • Auch in Punkto Putzmittel / Waschmittel wird nur noch aufgebraucht was da ist und künftig. Danach beginnt das Abenteuer: "Putzen und waschen mit Hausmitteln"! 
  • Meine Haarbüsten, die teilweise noch gut, aber aus Plastik sind, behalte ich jedoch. Ganz einfach weil es Blödsinn wäre sie wegzuwerfen (und ich verschenken irgendwie unhygienisch finde). Gleiches gilt für  Sachen wie meinen Föhn, oder den Elektrorasierer. Beides ist ziemlich hochwertig und wird vermutlich noch sehr lange halten. 
  • In der Küche verhält es sich ähnlich! Manche Dinge wie Trinkflaschen, Silikon-Löffel, Kellen, etc. werden / wurden sofort ersetzt, andere Dinge bleiben so lange bis sie den Geist aufgeben. Bei Neuanschaffungen, wie zum Beispiel bei Elektrogeräten, wird aber drauf geachtet, dass sie entweder komplett plastikfrei, oder so plastikarm wie möglich sind. Generell gilt: Was ersetzt wird und nicht mehr verkauft werden kann, das kommt in die Givebox, denn im Grunde sind fast alle Dinge noch in gutem bis neuwertigen Zustand. 
  • Beim Einkaufen habe ich immer massig Stoffbeutel in meiner Handtasche. Egal ob es beim shoppen von Kleidung ist (erfreulich ist, dass kaum eine Verkäuferin / ein Verkäufer blöd guckt! Oft habe ich sogar schon positive Kommentare wie: "Das erleben wir immer öfter. Sehr vorbildlich!" oder Ähnliches gehört.), oder beim Einkaufen auf dem Wochenmarkt / im Supermarkt.
  • Zudem habe ich immer eine eigene Trinkflasche (aus Edelstahl) und meinen Coffee to go Becher aus Bambus dabei. Bei Letzterem bin ich mittlerweile ganz konsequent. Wenn zum Beispiel die Verkäuferin beim Bäcker sagt, dass sie den Kaffee nicht in einen mitgebrachten Becher füllen darf, dann bedanke ich mich höflich und verlasse das Geschäft um es anderswo zu probieren. Schließlich bringen Angebote wie: "...aber sie können ja dann den Kaffee in ihren Becher umfüllen!" nicht wirklich etwas, denn es würde ja auf diese Weise kein Müll vermieden werden. 
  • Natürlich gibt es auch vieles, das generell nicht durch etwas nahezu Plastikfreies zu ersetzten ist. Dazu zählen sämtliche Elektrogroßgeräte, wobei diese zumindest in der Küche alle schon einen vergleichsweise hohen Edelstahlanteil haben, mein Fernseher, die Computer (auch schon mit wenig Plastikanteil, da alle Apple) und mein geliebter Staubsauger.  Ich bin jedoch der Meinung, dass dies durchaus OK ist, zumal es sich bei den Geräten fast ausnahmslos um sehr energieeffiziente, da erst kürzlich angeschaffte Geräte handelt, die eine sehr lange Lebensdauer haben werden. 
  • Ein weiterer Kompromiss sind Haushaltsgegenstände, die schon sehr alt, aber noch einwandfrei in Ordnung sind. Dazu zählen viele Dinge, die noch aus meiner Kindheit übrig geblieben sind (Der Becher, der mir als Halter für meine Zahnbürste dient, ist zum Beispiel ein Souvenir aus dem Phantasialand und schon über 20 Jahre alt!),  oder aus der Haushaltauflösung meiner Oma stammen. Hiervon habe ich auch Einiges behalten. Zum einen natürlich weil es ein Stück Erinnerung bedeutet, zum anderen, weil viele dieser alten Küchenutensilien qualitativ besser sind, als so manches Zeug, das man heute in den Geschäften kaufen kann. 

Ihr seht also, alles in allem tut sich in meinem Haushalt schon Einiges in Punkto "Müll und Plastikvermeidung. :-) 


***


Natürlich geht es immer noch besser und manche werden auch sagen: "Das sind mir noch viel zu viele Kompromisse! Die ist nicht konsequent genug!", aber um ehrlich zu sein, das ist mir relativ schnuppe. Denn ich mache es ja nicht um anderen Leuten damit zu gefallen. Genauso wenig wie ich aus diesem Grund vegetarisch mit Tendenz in Richtung vegan lebe. 

Ich mache es zu allem anderen, was ich schon vorher getan habe (vegetarisch leben, reinen Ökostrom  (Naturstrom) beziehen, so gut es geht Bio, regional und saisonal einkaufen...), in erster Linie um meinen, im Moment, größtmöglichen Beitrag in Punkto Umweltschutz zu leisten. 

Und ich finde, das ist schon mehr, als manch anderer von sich behaupten kann!  ;-) 

In diesem Sinne: Ich freue mich, wenn dem einen oder anderen der 1. Post gefallen hat und wenn ihr mich hier bei meinem Abenteuer begleitet! 

In Zukunft werden hier noch viele Berichte, Empfehlungen, Tipps, etc. zum Thema folgen! 

Eure Brilona 





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